Tag 12

11.12.2024 - Mae Sot

Das im Internet gepriesene Frühstücksbuffet unseres mit westlichem Komfort ausgestatteten Hotels erwies sich als etwas gewöhnungsbedürftig.


Glücklich machte Dirk lediglich ein Kaffeevollautomat, der tatsächlich soetwas wie Milchkaffee ausspuckte.


Die Speisenauswahl war ansonsten recht exotisch, was durch das unterwürfige Verhalten des mit Weihnachtsmützen dekorierten Personals noch skurriler wirkte.


Nach vorsichtigen Durchprobieren landete man bei einer Hühnersuppe mit Fleischbällchen, geschmorte Hühnchenschenkel und Eier in 5-Gewürzesauce, indischen Samosa und einer gefärbten Glibbermasse ihn Form kleiner Rosen.


So gestärkt ging es dann zu einem der in allen Reiseführern beschriebenen Hauptsehenswürdigkeiten von Mae Sot, den "Rim Moei Market" direkt an der Staatsgrenze zu Miarmar.

Die große überdachte Markthalle beherbergt zahlreiche einzelne Stände, die überwiegend Ramschware, chinesische Elektronik, indische Textilien und Schmuck (mit fragwürdiger Echtheit) verkaufen.


Es war wenig los, entsprechend oft wurden wir von Händlern angesprochen.


Unsere Aufmerksamkeit erregten jedoch ein paar Stände, die aus Holz gearbeitete Figuren, Möbel und vor allem Wandschmuck verkauften.


Diejenigen unter Euch, die unsere Vorliebe für bestimmte Wellness Oasen in Deutschland und die davon inspirierte Umgestaltung unseres Wohnzimmers kennen, bekommen eine Ahnung, welche Wirkung die nachstehenden Bilder auf uns machte.

Die unzähligen, teilweise riesigen kunstvoll gefertigten Mandalas und Bildnisse zogen uns magisch in den Bann.


Wir trauten uns gar nicht nach Preisen zu fragen, wohlwissend, dass wir diese Dinge nicht mit unserem Gepäck nach Hause bringen können.


Beim Rundgang durch die nähere Umgebung der Markthalle gab es noch weiteres zu entdecken.


Da wären zum einen die Händler aus Miarmar, die über ein mit Stacheldraht unwehrtes Geländer vor allem Zigaretten und Alkohol "über die Grenze" verkaufen, das alles unter der Aufmerksamkeit von bewaffneter Polizei.


Zum anderen Trödel- und Antikläden mit zum Teil sehr ungewöhnlichem Angeboten.


Besonders schmerzlich hat uns aber ein großer, wohlklingender 80 cm Gong an unsere begrenzten Transportmöglichkeiten erinnert, den wir zu gerne mitgenommen hätten.

Leider ließ sich vor Ort keine Lieferung nach Deutschland organisieren, sonst hätten wir den Gong für gerade mal 9000 Baht (etwa 250 Euro) auf der Stelle erworben.


Ein paar Straßen weiter stießen wir erneut auf einen Laden, der in großer Menge Mandalas und andere Holzschnitzereien anbot.


Wir konnten nicht widerstehen uns umzuschauen.


Als wir rein interessehalber nach einem Preis fragten, wurde (vermutlich) der Besitzer herbei gerufen, der ein wenig Englisch sprach.


Wir erklärten ihm unsere Begeisterung für diese Arbeiten und fragten, ob eine Lieferung nach Deutschland möglich sei.


Er verwies uns auf einen Verkaufstandort in Chiang Mai, dort sei das möglich.

In seinem Laden werden die Schnitzereien lediglich produziert und für die weitere Veredelung weiter verkauft.


Kurz darauf bot er uns an, einen Blick in die Werkstätten im hinteren Bereich des Ladens zu werfen.


Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.


Mit diesen Eindrücken im Kopf steuerten wir unser nächstes Ziel an, der Bauernmarkt im geschäftigen Zentrum der Stadt.


Auch das Treiben außerhalb der Markthalle war beeindruckend.


Auf dem Rückweg zum Hotel kamen wir noch an zwei Tempel vorbei, bei dem der letztere vor allem durch seine von Miarmar / Burma geprägte Architektur vom sonst vertrauen abweicht, aber nicht weniger prächtig ist.


Nach einer ausgiebigen und nötigen Ruhepause im Hotel folgt das Übliche... 


Lecker Essen, diesmal in einem von Thais gut besuchten Restaurant, wobei hier die Herausforderung darin bestand, keine gegrillten Frösche, eingelegte Schlangenköpfe, Hühnersehnen oder fermentierten Fisch zu bestellen.


Google Translator, wir Danken Dir!