Der ultimative Einkaufsspot in Bangkok bzw. ganz Thailand ist der berühmte "Chatuchak Wochenendmarkt".
Im Norden der Stadt, nahe dem großen Bussbahnhof und dem "alten" Flughafen, handelt es sich um einen Outdoor-Straßenmarkt der Superlative.
Nicht umsonst wird er als der größte Open-Air-Markt der Welt beschrieben und die reinen Zahlen sprechen für sich:
Auf einer Fläche von 1,3 Quadratkilometer, drängen sich etwa 15.000 Stände kleiner Einzelhändler und Geschäfte, die an jedem Verkaufstag ca. 250.000 Besucher anziehen.
Es ist völlig unmöglich, alle Stände an nur einem einzigen Tag zu sehen und es wird Besuchern empfohlen, sich im Vorfeld eine Einkaufs- bzw. Besuchsstrategie zu überlegen.
Das Areal ähnelt einer kleinen Stadt, die in 29 Sektionen mit verschiedenen Warengruppen und 62 durchnummerierten Hauptdurchgänge aufgeteilt ist.
Mit Hilfe eines Lageplans kann man versuchen die Orientierung zu behalten.
Gleich zwei U-Bahn Stationen, eine Hochbahnstation und zahlreiche Busverbindungen sorgen dafür, dass die Besucher über einen der 34 Zugänge die Marktstände mit voller Geldbörse erreichen und vollen Einkaufstaschen wieder verlassen können.
Ferner sorgen diverse direkt angrenzende Einkaufszentren und hunderte von Straßenständen im Umfeld, dass wirklich keine Shoppingmöglichkeit ausgelassen wird.
Da wir beide in der Vergangenheit bereits zweimal den Chatuchak Markt besuchten, wussten wir, worauf wir uns einlassen und waren entsprechend vorbereitet.
Zunächst kämpften wir uns durch ein paar Bekleidungsbereiche, die aber für uns wenig intessantes anboten.
Selbst moh war mit seiner akuellen bunte-Hemden Phase nicht fündig geworden, da entweder die Preise oder die Qualität nicht passten.
Mehr durch Zufall sind wir in die für uns bislang unbekannte Kunst-Abteilung geraten, welche uns aber sehr in den Bann zog.
Wenn es unsere Gepäcksituation zugelassen hätte, wäre man bei dem ein oder anderen Stück womöglich schwach geworden.
Der Markt beherbergt inzwischen auch einige wirklich nette Orte zum Verweilen und Erholen, was bei der Reizüberflutung durchaus sinnvoll ist.
Immer wieder gelangt man beim Durchstreifen der Gänge in den Ausenbereich, der bei der sengenden Mittagshitze einen schnell wieder in die teilweise klimatisierten überdachten aber offenen Stände zieht.
Der Markt wurde übrigens in den 80er Jahren auf das Gelände eines ehemaligen Golfplatzes der thailändischen Eisenbahnfgesellschaft verlegt, was zum Teil noch erkennbar ist.
Neben durchaus ansprechender und ausgefallener Designerware gibt es natürlich auch Unmengen von Nippes- und Souvenirständen, an denen wir inzwischen rasch vorbei gehen.
Für uns interessanter waren Korbwaren und Holzlöffel für unsere Küche bzw. etwaige Balkongestaltung.
Spannend ist auch das zum Teil wilde nebeneinander aller erdenklicher Waren, sei es Plastikpflanzen, edler Designerkleidung, gefälschten Baseballkappen, lustigen Tragetaschen, Kakteen usw..
In einigen Fällen wurden wir auch fündig und es gelang uns durch mehr oder weniger systematisches Durchkämmen des Marktes ein weiteren Teil unserer Einkaufsliste abzuarbeiten.
Das absolute und lange herbeigesehnte Highlight ergab sich jedoch ziemlich am Ende:
Wir entdeckten den Verkaufsstand, an dem wir vor 6 Jahren einige bis heute heiß geliebten T-Shirts kauften.
Damals allerdings etwas zu klein, da größere Größen nicht verfügbar waren.
Schon seit einigen Jahren, versuchen wir diese T-Shirts bzw. ähnliche Motive irgendwo anders bzw. im Internet zu finden, leider erfolglos.
Eine intensivere Recherche ergab, dass diese T-Shirts von einer kleinen Firma wohl für und auf dem Chatuchak Markt produziert werden, was ich kaum glauben konnte.
Als wir diese dort wieder entdeckten, wurde uns das auf Nachfrage bestätigt.
Nach einem heftigen Kaufrausch, gönnten wir uns eine kleine Erfrischungspause.
Natürlich gab es auch ein paar sehr skurrile Dinge, wie zum Beispiel ein Stand, der Spielzeug-Pistolen und Maschinengewehre aus Holz verkaufte.
Offenbar an umweltbewusste Eltern gerichtet, die ihren Kindern nur Holzspielzeug kaufen?
Mit ziemlich müden Beinen und vollem Taschen machten wir uns mit der ordentlich tiefgekühlten U-Bahn auf den Rückweg und wärmten uns beim Abendessen wieder auf.
