Tag 22

21.12.2024 - Von Than Ton nach Chiang Saen

Wir verbrachten in dem einfachen und kleinen Holzhäuschen eine wunderbar ruhige Nacht.


Weder Partymusik und Motorroller wie in Pai, noch schreiende Katzen, heulende Hunde und permanent krähende Gockel wie zuletzt in Chiang Dao.


Für moh war es das erste Mal unter einem Moskitonetz zu schlafen, was ich von früheren Reisen noch gut kannte.

Unsere herzlichen Gastgeber servierten uns ein kleines Frühstück und baten uns vor der Abreise noch darum ein Foto von uns machen zu können.


Wir waren wohl die einzigsten Gäste und wir hatten das Gefühl, dass sie sich sehr über unseren Besuch freuten.


Die Dame versucht sich sogar darin deutsch zu lernen.


Sodann zog es uns in den nahegelegenen Tempel des kleinen Ortes, bei dem schon im Reiseführer von einer weitläufigen Anlage hoch über dem Fluß mit mehreren Stationen die Rede war.


Die erste Station erreichten wir noch zu Fuß: Ein Tempelbereich, mit Zeremonienhalle, Meditationsräumen und manches mehr.

Es wurde dort auch kräftig gebaut, wobei vor allem junge Mönche bzw. Novizen damit beschäftigt waren mit Pickups das Baumaterial durch die Gegend zu fahren.

Auch der Ausblick auf die den unter uns liegenden Ort war beeindruckend.

An einer Tempelwand entdeckte moh ganz unverhofft eine Gottesanbeterin, die uns äußert fotogen erlaubte, die Makroeinsteinstellungen unserer Handykameras auszuprobieren.


Nachdem wir uns daran satt gesehen haben, waren die nächsten Stationen in greifbarer Nähe.


Ein weiterer kleiner Tempel und ein großer weißer sitzender Buddha.

Auf dem Weg dahin gab es natürlich auch so manch anderes zu entdecken.

Die folgenden Stationen waren so hoch oben auf dem Berg, dass wir kurzerhand doch das Auto dafür nutzten.

Wir trafen dort auf einen großen bunten Chedi, der auf den ersten Blick nur groß und bunt zu sein scheinte.

Im Inneren offenbarte sich uns aber eine riesige Ansammlung von offenbar sehr heiligen und von vielen Gläubigen angebeteten Darstellungen von Buddha und Geistlichen.

Auffällig waren die zum Teil sehr unterschiedlichen Darstellungen von Buddha und anderen göttlichen Wesen der buddhistischen Mythologie.

Unter den unzähligen Figuren und Darstellungen fand sich auch für uns manch kurioses oder nur schwer verständliches wieder.


Im Inneren des Chedis gab es zudem eine spiralförmig nach oben windende Rampe über man die Ausstellungsräume im Obergeschoss und das Allerheiligste in der Turmspitze erreichte:


Reliquien von Buddha.

Eine gutlaunte asiatische Damengruppe bat uns nach ihrem Gebet ein Gruppenfoto von ihnen vor dem Reliquienschrein zu machen.


Im Anschluß bestanden sie darauf, dass sie auch von uns ein entsprechendes Foto machen.

Der Umgang mit Religion ist in Asien doch so viel anders wie bei uns im Christentum.


Tief bewegt von der Vielfalt religiöser Ausdrucksformen konnten wir von oben noch ein wenig die Aussicht genießen, was allerdings aufgrund der Höhe und des etwas dunstigen Wetters nicht annähernd so eindrucksvoll war.

Ansonsten gab es auf der Bergspitze noch ein großer silbener und goldender Drache zu sehen.


Allerdings waren die nach dem Besuch des Chedis gar nicht so spannend für uns.

Viel später als geplant machten wir uns dann auf den Weg zu unserer nächsten Station, hoch oben im Nordosten des Landes:


Chiang Saen, direkt an der Grenze zu Laos gelegen.


Unterwegs durch eine vielfältige Landschaft, unter anderem Tee- und Obstplantagen, aber auch breite von Geschäften gesäumten Straßen mit überraschend wenig Verkehr.

In Chiang Saen hatten wir uns schon im Vorfeld bewusst für ein eher modernes Hotel nach westlichem Standard entschieden, das direkt am Ufer des Mekong gelegen, faszinierende Ausblicke über den aus China kommenden breiten Strom erlaubte.


Nachdem wir ein wenig den Luxus eines riesigen Hotelzimmers und einer mit genügend warmen Wasser versorgten Regenwalddusche genossen, zog uns hinaus ins Zentrum, in dem - man mag es kaum glauben - ein großer belebter Straßenmarkt mit unzähligen Essensständen auf unserer gierigen Mägen wartete.

Ganz besonders haben es uns als Nachspeise die hauchdünnen mit einer Creme gefüllten Waffelröllchen angetan, die so kunstvoll auf einer heißen Platte hergestellt werden.