Da wir wussten, dass uns eine 191 km lange und extrem kurvenreiche Fahrt durch die Bergwelt bevorsteht, sind wir recht früh aufgebrochen.
Unser Frühstück besorgten wir in einem der vielen 7-11 Läden, die es unterwegs im allen gröseren Ortschaften gibt und in stets frostiger Klimatisierung alles bereithalten, was man zum Überleben braucht.
Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt erreichten wir unser erstes Ziel, eine von Mönchen erbaute Bambusbrücke über den Fluss, der als beliebtes Fotomotiv genutzt wird.
Und weil es so beliebt ist, hat man gleich neben dem Tempel einem Verkaufsstand erbaut (bzw. ist dabei den zu erweitern), damit die mit Kleinbussen angekarrten Asiatengruppen keine Gelegenheit zum Beten und Spenden verpassen.
Der große Buddha hat sogar einen eigenen Stromanschluss.
Besonders interessant, ist die in Thailand (vermutlich aber auch anderen Orts) übliche Spritzwasserschutz.
Man kann seinen Beruf selbst nach mehr als 2 Wochen nicht ablegen.
Weiter ging es hoch hinauf in die Berge.
Bei einer kleinen Raststätte ließen sich auf der Toilette interssante Tiere beobachten.
Der nächste Zwischenstopp lag bei einem Viewpoint, der - wie sollte es anders sein - zugleich als Marktplatz für allerlei Dinge und vor allem Lebensmittel genutzt wird.
Bevor wir zu unserem wichtigsten Zwischenziel kamen, stärkten wir uns mit kleinen Sesam- und Kokosbällchen auf einem bunten Markt.
Für uns immer wieder faszinierend sind die besonderen Methoden bei feuchtwarmen Temperaturen rohes Fleisch ohne Kühlung frisch zu halten, Bzw. die Mücken fern zu halten.
Man nehme ein Ventilator und macht Plastikstreifen dran und packt ihn übers Fleisch.
Kurz darauf ging es zur recht berühmten, aber auch beliebten "Nam Lod Cave", ein etwa 1,6 km langes Höhlensystem, welches von einem Fluss durchströmt wird.
Vor Ort angekommen, ist - wie so oft in Thailand - alles bestens organisiert.
Kaum hat man am Kassenhäuschen den Eintritt bezahlt, taucht wie aus dem Nichts ein Guide auf, der einen mit einer Öllampe ausgestattet durch die Höhe führt.
In unserem Fall war es eine kleine ältere Dame, die auch gleich vorausmarschierte, mit ihrer Lampe den Weg über die teilweise glitschigen Felsen und Stufen ausleuchtete, besondere Formationen (Donki-Kong, Krokodil, Buddha, Männlein und Weiblein) erklärte und auf Gefahrenstellen (bei Dirk vor allem Anstoßstellen für den Kopf) hinwies.
Teilweise mussten wir über extrem steile Treppen die höher gelegen Höhlen erklimmen.
Ein im feuchtwarmen Klima durchaus anstrengendes Unterfangen, bei der auch unsere Führerin ins Schnaufen kam und überall war Fledermauskot.
Während Dirk froh über jedes vorhandene Geländer war (er denkt immer wieder an unserer Dschungel Abenteuer vor 6 Jahren zurück) wurde er nur einmal etwas stutzig, als unsere Führerin von "no Oxigen" sprach. Vermutlich habe er aber auch nur was falsch verstanden, dachte aber über den Sinn von Öllampen in solchen Höhlen nach.
Das Highlight erreichten wir nach einem besonderes anstrengenden Abschnitt:
Eine gemächliche Fahrt über den die Höhle durchströmenden Fluss mit kleinen Bambusfloßen.
Hier bot sich die Gelegenheit, das am Kassenhäuschen wärmstens empfohlene Fischfutter einzusetzen.
Bei jeden Wurf in den Fluß verwandelte sich das Wasser in eine brodelnde Masse aus um die Maiskörner kämpfenden riesigen Fische.
Am Höhleneingang wieder angekommen verabschiedete sich unsere freundliche Führerin und ließ zwei tief beeindruckte "Farangs" (westliche Ausländer) zurück, die erstmal eine Weile brauchten, das Erlebte zu verarbeiten.
Die Weiterfahrt führte uns zu einem weiteren Viewpoint hoch hinaus in die Berge.
Dummerweise so hoch dass dieser inmitten der Wolken lag, was neben der kühlen Erfrischung seine ganz besonderen Reize hatte.
Sodann ging es wieder steil hinab ins Tal in die bekannte Party- und Aussteigerstadt Pai, einst ein Geheimtipp für Hippies und Backpacker, heute eine sehr beliebte und vor allem von westlichen Touristen besuchte Partymeile.
Auch wenn bisweilen der Eindruck vom "Ballermann" besteht, ist Pai dennoch ein guter Ort zum Entspannen und Abends bei ein paar Cocktails dem bunten Treiben zuzuschauen.
Lustigerweise haben wir auch gleich die Cocktailbar wieder gefunden, in der wir schon vor 6 Jahren einen lustigen Abend hatten.
Vergleichsweise spät kehrten wir dann in unsere recht hüpsch in einem Garten gelegen Unterkunft zurück, wo wir diesmal länger als gewohnt und ausschliefen 😊
