Tag 47

15.01.2025 - Von Ayutthaya nach Bangkok

Wir genossen ein letztes Mal ein köstliches Phat Thai zum Frühstück in der wirklich zauberhaften Unterkunft in Ayutthaya.


Dann ging es zum Bahnhof, wo wir uns ein Zugticket nach Bangkok für gerade mal 15 Baht pro Person (etwa 42 Cent) besorgten.


Bis zum Eintreffen des Zuges nutzten wir die Wartezeit um das Treiben auf dem Bahnhof zu bestaunen.


Teilweise fühlt man sich um hundert Jahre zurück versetzt.


Handgemalte Schilder, eine Glocke mit dem ein Zug angekündigt wird, lebhaft miteinander schwatzende Frauen, die in den Zügen ihr selbst gekochtes Essen verkaufen, Bahnhofsangestellte, die mit bunten Fahren den Zugführern Signale geben und vieles mehr.


Die knapp 2 Stunden, äußerst gemächliche Fahrt nutzten wir übrigens um den vorherigen Bericht zu schreiben 😊


Die Ankunft am alten bzw. ehemaligen Hauptbahnhof von Bangkok (inzwischen wurde ein neuer, größerer und moderner Hbf vor den Toren der Stadt gebaut) ist wieder Bahnnostalgie pur.


Wir wollten eigentlich mit einem Stadtbuss zu der Unterkunft in der Altstadt gelangen, doch irgendwie wartenden wir vergeblich auf die passende Linie.


Also mussten wir notgedrungen 2 Stationen mit der hochmoderne U-Bahn und ein etwas weiteren Fußweg in Kauf nehmen.


Interssant: Die 2 Stationen und ca. 12 Minuten U-Bahn Fahrt hat mit 20 Baht pro Person deutlich mehr gekostet als die 70 km Zugfahrt von Ayutthaya.


Unsere Unterkunft für die letzten 5 Tage in Bangkok kannten wir übrigens auch noch von unserer letzten Reise vor 6 Jahren.


Eine ehemalige Schule im Herzen der Altstadt.


Allerdings wurde in den letzten Jahren kräftig umgebaut und modernisiert, wodurch ein Teil des alten Charms verloren ging und aus dem ehemaligen Backpacker-Hotel eine etwas noblere Unterkunft für Besserverdienende wurde.


Die unmittelbare Umgebung hat sich zum Glück nicht verändert. Sobald man das Hotel verlässt, betritt man eine andere, faszinierende Welt.


Zum Abendessen begaben wir uns in Richtung des nicht allzu weit entfernten Blumenmarktes, in deren Umgebung wir gute Essensstände in Erinnerung hatten.

Auf dem Weg dorthin gab es mehrere Stromausfälle der Straßenlaternen, was die Umgebung zur perfekten Horrorfilm-Kulisse aussehen ließ.


Der sog. Frischblumenmarkt ist eine eigene Welt und ein  kleines Stadtviertel für sich.


Dort werden in riesigen Mengen Tempelschmuck, Gestecke und Opfergaben hergestellt und weiterverkauft. Vor allem in den frühen Abendstunden herrscht hier ein lebhaftes Treiben, was gleichzeitig ein Verkehrschaos auf den Straßen erzeugt, woran sich aber niemand wirklich stört.


An einem Essensstand wurden wir durch eine lange Warteschlange aus Menschen aufmerksam. Die Kunden gingen von dort aus mit interessant gefüllten Emaille-Schüsseln weg.


Wir beobachten das Treiben eine Weile, übersetzten mit Google Translator die ausschließlich auf Thai geschriebe Beschreibung, begriffen ungefähr wie es funktioniert und Dirk stellte sich ans Ende der Schlange.


Er stellte sich aus verschiedenen Zutaten eine äußerst schmackhafte Nudelsuppe zusammen.

Das Ganze ließ sich dann noch mit verschiedenen Toppings nach belieben verfeinern 😋


Moh war das Ganze doch etwas zu suspekt (es gab unter anderem auch gekochte Hühnerfüsse)... er besorgte sich in der Zwischenzeit diverse Fleischspieße und Nudeln.



So gut genähert, sind wir dann nach ein paar Streifzügen über den Blumenmarkt wieder zurück ins Hotel um uns für den kommenden Tag auszuruhen.