Tag 51

19.01.2025 - Bangkok

Nach 3 Tagen intensivem Shopping, war heute eigentlich Relaxen, Herunterkommen und Abschied nehmen angesagt.


Eigentlich...


Es gab noch ein paar offene Punkte auf unserer Einkaufsliste bzw. Neuentdeckungen, die noch nicht in unseren Koffern waren.


"Nur mal kurz" ging es lt. moh erneut in das Viertel, mit dem man ganz Tempelanlagen ausstatten könnte.


Wir erstanden noch eine etwas größere Räucherschale für den Garten, ein Weihwassergefäß und auch eine nicht allzu große Buddhafigur, die uns zu Hause an einem würdigen Ort an unsere Reise erinnern soll.


Dabei entdecken wir im hinteren Bereich der Geschäfte auch die Werkstätten, in denen ein Teil dieser Dinge hergestellt oder aufbereitet wurden.


Bei einer Internetrecherche fand ich zudem heraus, dass hochwertige Räucherkegel vor allem aus Inden kommen, so dass wir dem nicht allzu weit entfernten indischen Viertel einen Besuch abstatteten.


Unterwegs entdeckten wir eher durch Zufall eine Reihe kleiner Geschäfte, die nicht zu alle Arten von Elektroartikel verkaufen. Vielmehr werden auf dem Gehweg davor Geräte auseinander genommen und offenbar repariert.

Eine eigene Welt für sich.


Dies trifft auch auf das indische Viertel mit seinen kleinen Markt zu.


Während unseres Streifzugs über den Markt erweckte eine prächtige mit Marmor ausgekleidete Halle unsere Neugier.


Kaum betraten wir die Halle wurden wir freundlich und mit Handschlag (für Thais ist solch ein Körperkontakt unvorstellbar) begrüßt und dazu eingeladen, ja fast schon aufgefordert, den Tempel zu besichtigen.


Wir waren weiterhin neugierig und kurzerhand wurden wir zu einer Abgabestelle für unsere Schuhe (gegen eine Garderoben-Marke) gelotst und uns eine Kopfbedeckung und eine Art Pluderhose zum Bedecken der Beine ausgehändigt.


Nun gab es kein Zurück mehr.


Freundlich aber unmissverständlich verwies man uns mit dem Aufzug in den 4. Stock zu fahren, um dort am Gebet teilzunehmen.


Wir betraten eine für uns völlig fremde Welt.


In einer großen Zeremonienhalle spielte ein kleines Orchester äußerst meditative Klänge während immer mal wieder Gläubige vor dem Schrein traten und kniend beteten.


Gleichzeitig gab es dort am Rande der Halle sowas wie eine Familenfeier. Festlich gekleidete Menschen unterhielten sich lebhaft und es wurden fleißig Gruppenfotos in unterschiedlichen Konstellationen angefertigt.


Wir waren äußerst fasziniert. Im Nachhinein fanden wir heraus, dass wir in einem Sikh Tempel zu Erhren eines bedeutenden Gurus waren.


Die Einladung nach dem Gebet im 2. Stock an einem Buffet etwas zu Essen, schlugen wir aus.


Eine Entscheidung, die wir im Nachhinein bereuten, da ein köstlicher Duft den Raum durchströmte.


Nachdem wir erfolgreich noch ein paar Räuchwaren erstanden hatten, besuchten wir ein letztes Mal einen der unzähligen buddhistischen Tempel, die auf dem Weg zu unserem Hotel lagen.


Zufälligerweise auch eine Begräbnisstätte thailändischer Könige, die in der Gartenanlage sehr ungewöhnliche Bezüge zu westlich-gotischer und hispanischer Architektur aufwies.


Zuguterletzt erkundeten wir noch die genaue Lage des Fotospots, an dem am folgenden Tag vor Sonnenaufgang ein besonderes Bild von der sog. "großen Schaukel" entstehen sollte.


Am Abend ein letztes Phat Thai, das äußerst lecker und ziemlich nah unserem zu Hause schmeckte.