Tag 25

24.12.2024 - Chiang Rai

Unser erstes Ziel heute sollte der sog. "Schwarze Tempel", eine Art Kunstprojekt nördlich von Chiang Rai sein.


Da uns in der Stadt allerdings einige Plakate auffielen, welche auf ein Flower-Festival (sowas wie eine Gartenschau) hinwies, das in wenigen Tagen beginnen soll, waren wir neugierig und wollten uns zumindest etwas von den Vorbereitungen anschauen.

An dem angebenen Ort angekommen, trafen wir zunächst auf eine lange Reihe von Verkaufsständen, an denen Blumen aber auch Nutzpflanzen aller Art angeboten wurden.


Unser Gärtnerherz schlug höher und war zugleich betrübt des Wissens, dass es unmöglich ist, etwas davon nach Hause zu bringen.


Ein paar Ecken weiter stießen wir auf eine schier endlos lange überdachte Zeile von Essensständen aber auch Verkehkaufsständen für Kleidung und offenbar lokalen Produkten. Es war aber noch gespenstisch wenig los.


Dann entdeckten wir den eigentlichen Grund für das Alles: 


Ein Blumengarten der zugleich ein Park mit allerlei schwer zu beschreibenden Skulpturen geschmückt ist.


Ein Hinweisschilde offenbarte auch, dass es sich um ein Flower & Art Festival handelt, welches bereits seit einigen Wochen auf dem Gelände ausgetragen wird.


Doch seht selbst:


Ein fast schon irrwitziger Rausch der Farben und Bilder, den vermutlich so nur Asiaten erzeugen können.


@Marion & Fabian:

An diesen Ort wärt ihr vermutlich sehr glücklich 😁


Da wir in der Parkanlage auch enorm viel Lichttechnik installiert sahen beschlossen wir am Abend wieder zu kommen und machen uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel: Den "Schwarzen Tempel"


Wie bereits erwähnt, handelt es sich um ein Kunstprojekt eines Künstlers aus Chiang Rai, der ein Hang zu den eher dunkleren und finsteren Seiten religiöser Kunst aufweist, manche sprechen auch vom gruseligen Tempel.


Vor Ort begegnete uns zunächst ein ziemlicher Touristenrummel, der der Tempel aus der Tourliste aller Tourenanbieter in Chiang Rai steht und dementsprechend Touristen aus aller Welt gleich (Mini-) Busladungsweise dort hingefahren werden.


Der Ort selbst könnte nicht unterschiedlicher zu dem zuvor gesehenen sein.


Eine Ansammlung von Gebäuden mit verschiedenen Ausstellungensoobjekten des Künstlers.

Dirk sagte es nicht besonders zu. Moh war dagegen sehr begeistert und fasziniert.


Zwischendurch fand Dirk auf dem recht weitläufigen Areal aber auch sowas wie Unterhaltung.


In einem der Gebäude konnte man auch bei der Entstehung der Kunstwerke zusehen (vermutlich ein Schüler).


Für Moh gab ring einen recht großen Gong zu entdecken, der Mangels eines mitgeführten Reiseklöppels nur ungenügend zum klingen gebracht werden konnte.


Da noch etwas Zeit bis zum Abendbesuch des Blumenfestes war, suchten wir kurzerhand einen weiteren, noch nicht allzu lange bestehenden Tempelanlage auf, deren Hauptattraktion eine riesige, schon von weitem Sicht sichtbare Statue der "Göttin der Barmherzigkeit" ist.


Auch hier ein gewisser Touristenrummel, aber bei weitem nicht so intensiv wie beim schwarzen Tempel.


Vor Ort zog die riesige Statue mit der imposanten Treppenanlage alle Aufmerksamkeit auf sich.


Die Göttin-Statue selbst ruht auf einen von Säulen getragen Shoppingcenter für Andenken, religiösen Zubehör und Kassenhäuschen, an denen man Fahrscheine für den Aufzug in Innere bzw. den Kopf der Göttin erwerben kann.


Wir verzichteten und erkundeten lieber noch das umgebende Areal mit verschiedenen anderen Gebäuden.


Ganz besonders hat uns das Innere des angenzenden "weißen" Tempels begeistert.


Ob es an der wunderschönen weißen Buddhastatue oder auch an der dort abgespielten Musik eines Gebetsmantras handelt, ist schwer auszumachen. Vermutlich war es beides.


Die Atmosphäre war jedenfalls unbeschreiblich, sphärisch und meditativ und nicht so quietsch bunt wie sonst.


Spannend fanden wir auch die Möglichkeit, an dieser Glaubenstätte auch online per QR-Code zu spenden.

Das ungeplant lange verweilen an dem Ort wurde dann in der Abenddämmerung mit einem fantastischen Ausblick bzw. Fotomotiv auf die Göttin bzw die Treppenanlage zur sog. "blauen Stunde" belohnt.


Doch nun knurrten die Mägen und es zog uns zurück zu dem Blumengarten, dessen Lichtershow allerdings weniger spektakuläre als erwartet ausfiel.


Auf dem angrenzenden Rummelplatz und des unzähligen Essensständen nahmen wir unser etwas ungewöhnlichs Heiligabend-Menü ein.


Damit es nicht völlig ins kulturlose abrutscht, konnten wir hierbei auch Zeuge einer Darbietung der offenbar lokalen Seniorinnen-Tanzgruppe werden.


Zum Tagesabschluss gönnten wir uns noch ein paar äußerst leckere Nachspeisen, mit Zuckerschaum gefüllte Teigröllchen und eine Art Lebkuchen aus Kokosmasse.