Mit dem Flieger ging es direkt von Chiang Mai ins 1100 km südlich gelegene Surat Thani.
Wie üblich ausgesprochen unkompliziert und dank der überschaubaren Größe der Flughäfen ging alles sehr fix.
In Surat Thani angekommen, begann ein kleines Drama. Das zuvor online gebuchte Taxi, das uns direkt zu unserer Unterkunft in Khao Sok bringen sollte, kam schlicht nicht.
Etwas, das in Thailand höchst ungewöhnlich ist.
Während sich die Ankunftshalle immer weiter leerte, wurden wir permanent von Angestellten des Flughafens und der örtlichen Reiseanbieter gefragt, wohin wir wollten, ob man uns weiter helfen kann usw...
Wir warteten.
Irgendwann wurden wir dann doch nervös weil kaum noch Menschen in der Ankunftshalle und draußen davor waren und riefen bei der Servicehotline an.
Dort wurde fleißig hin und her telefoniert und wir bekamen die Auskunft, dass das Taxi kommen würde.
Wir warteten weiter...
Nach gefühlter Ewigkeit meldete sich die Hotline telefonisch bei uns und stellte uns zu der Taxifahrerin durch.
Doch diese sprach wohl kein Wort englisch, versuchte uns irgendwas auf Thai zu erklären.
Glücklicherweise war ein Infopoint nicht weit weg, Moh drückte der freundlichen Angestellten das Handy in die Hand und diese klärte die Situation.
Es stellte sich heraus, dass das Taxi die ganze Zeit eine Etage höher vor den Abflugbereich wartete, während wir im Ankunftsbereich waren.
Dann ging alles ganz schnell und wir fuhren die gut 110 km bequem zu unserer Unterkunft, wobei wir schon erste Eindrücke von der fantastischen Landschaft erhielten.
Unsere schon lange im Voraus gebuchte Unterkunft stellte sich als weitläufige Anlage mit verschiedenen Bungalows und Häuschen heraus.
Nach dem freundlichen Empfang brachte uns ein Angestellter mit einem Golfwagen zu unsrem Häuschen, was wir als reichlich dekadent empfanden.
Die Unterkunft selbst bot allen Luxus, einschließlich Minigolfplatz, Pool usw
Die Anlage beherbergte allerdings auch jede Menge Affen, vor denen wir uns aber in Acht nehmen sollten, da sie wohl gerne auf Beutezug gehen.
Eines störte Moh allerdings ganz gewaltig:
Ein äußerst lautstarkes, durchdringendes hohes Geräusch, welches immer mal wieder leicht die Tonlage veränderte.
Moh war sich sicher dass es von einem defekten technischen Gerät stammen musste und man bei dem Lärm nachts kein Auge zumachen kann.
Dirk hatte so eine Ahnung und warf die Google Suche an.
Nach kurzer Zeit war die Ursache klar:
Der Liebesruf von Riesen Zikaden!
Hier eine Kostprobe auf YouTube:
https://youtu.be/ACQeh2bqnHc?si=qXciCyrjDzsVjENY
Glücklicherweise verstummte die Geräuschkulisse am Abend 😊
Der Ort selbst ist übrigens nicht besonders interessant, da er lediglich als Ausgangspunkt zu dem gleichnamigen Khao Sok Nationalpark mit seinem uralten artenreichen Regenwald dient und vor allem westliche Touristen anzieht.
Entsprechend besteht er aus einer Aneinanderreihung von Hotels, Ressorts, Tourenbüros, Restaurants und Bars die sich völlig an westliche Touristen und ihren Geldbeutel orientieren.
Thailändische Kultur sucht man dort vergeblich, dafür hört man an allen Ecken deutsche Sprache und neben sportlichen jungen Abenteuern sah man erstaunlich viele junge Familien mit Kindern, die im flachen Fluss toben und baden konnten.
Dementsprechend war das Essen gut 2-3x so teuer als im Rest des Landes, dafür die Cocktails erstaunlich billig, was für einen lustigen Abend sorgte 😅
Und nach über 30 Tagen waren die Gummibärchen-Deko ein willkommener Gaumenschmaus für moh.
