Tag 45

13.01.2025 Tag 46 - Von Krabi nach Ayutthaya

Heute verließen wir den Süden Thailands mit einem Flieger vom kleinen und sehr überschaubaren Krabi Airport.


Wir landeten am "alten" Flughafen von Bangkok, der sich im Norden der Stadt befindet und 2006 durch den heutigen hochmodernen Flughafen 25 km östlich der Stadt ersetzt wurde.


Da dieser jedoch von Anfang an seine Kapazitätsgrenzen stieß, wurde der alte Flughafen nach gut einem Jahr und einer Renovierung wieder in Betrieb genommen, was aufgrund der erheblichen Umstiegszeit bei einem Flughafenwechsel zu erheblichen Protesten seitens der Fluggesellschaften führte.


Für uns dagegen äußerst praktisch, da wir ohnehin weiter nach Norden in das ca. 70 km nördlich von Bangkok gelegene Ayutthaya wollten.


Da beides an der Bahnstrecke in den Norden des Landes liegt, wählten wir dafür den Zug.


Dank vorheriger Internetrecherche können wir den etwas versteckt gelegenen und nur unzureichend ausgeschilderten Zugang zum Bahnhof finden und am Ticketschalter für lächerliche 11 Baht pro Person (ca. 31 Cent) ein 3. Klasse Ticket in einem Regionalzug erwerben.


Der Bahnhof selbst war ziemlich modern. Für uns irritierend und ungewöhnlich war nur, dass man zuvor in einem Boarding Bereich warten musste und der Zugang zum Gleis erst eine Viertelstunde vorher freigegeben wurde.


Als der Zug gemächlich heranrollte, fühlte man sich um Jahrzehnte zurück versetzt.


Es gab zwar Türen an den Wagen, doch irgendwie hatte man deren Funktion vergessen. Sie blieben einfach während der Fahrt offen.


Eine Praxis, die wir auch von Bangkoks günstigen Stadtbussen her kannten.


Die etwa einstündige Fahrt verlief wie im Flug, nicht zuletzt, weil ständig Damen mit allerlei Mahlzeiten und Sneaks durch die Reihen liefen und diese zum Verkauf anboten und ein älterer Fahrgast sich äußerst über uns und unser großes Gepäck efreute, freundlich herüber lachte und versuchte ein paar Brocken englisch zu sprechen.


Irgendwie waren wir auch wieder weit und breit die einzigsten Ausländer in dem Zug.


In Ayutthaya angekommen wurde uns fix ein Taxi organisiert, das uns zu unserer Unterkunft brachte.


Die Unterkunft war uns nicht fremd. 


Bei unserem ersten, leider nur eintägigen Besuch in Ayutthaya vor 6 Jahren hat uns diese so sehr gefallen, dass wir diese erneut, jedoch für 2 Nächte reservierten.


Diese besteht aus einem kleinen Lotusblüten-Teich, um den herum kleine weiße Häuschen angeordnet sind.


Rezeption, Gesellschafts- und Frühstücksraum befindet sich in einem tempelartigen Gebäude inmitten des Sees.


So putzig wie die gesamte Anlage ist, sind auch die überaus freundlichen Gastgeber, man fühlt sich gleich sehr willkommen und wohl, auch wenn die Inneneinrichtung der Häuschen nicht allzu viel Komfort bieten.


Kurz darauf zog es uns auch schon auf einen ersten Streifzug durch die Stadt, die uns schon damals sehr gefallen hat.


Es ist die Mischung aus historisch bedeutsamen alten Ruinen, gelebte Spiritualität und authentischem thailändischen Alltagsleben in einem eher ruhigen kleinstädtischem Format, die uns sehr gefällt.


Intessanterweise scheint dies auch zahlreiche, überwiegend reifere Reisegruppen anzuziehen. 


An vielen Stellen hört man deutsche Sprache und erspäht vorwiegend in beige gekleidete, augenscheinlich an Kultur und Bildung interessierte Gruppen älterer Menschen.


Eine wirklich harter Kontrast zu Ao Nang und den Stränden im Süden.


Am unserem Ankunftstag interessierten wir uns jedoch vorwiegend für den lebendigen Nachtmarkt der Stadt und futterten uns querbeet durch das Angebot der Essensstände, weit weg von Pizza, Burger und überteuerten "authentic Thai Food".


Wir waren unendlich glücklich, wieder im "normalen" Thailand angekommen zu sein und zugleich betrübt, dass die letzte Woche unserer kleinen Reise angebrochen ist.