Good Morning Bangkok!
Der 2. Tag in Bangkok startete heute ungewöhnlich früh. Die Kombination aus Zeitverschiebung und Entdeckungsdrang ließ einen nicht lange im Bett verweilen.
Dies wurde dann auch von einem atemberaubenden Ausblick auf den Sonnenaufgang und die aus dem Morgendunst aufsteigen Hochhäuser belohnt.
Das Frühstücksbuffet war nicht weniger beeindruckend.
Die Qual der Wahl führte zu einer wilden Mischung.
Als erster Programmpunkt des Tages, stand ein Besuch in der, unter Travellern berühmt-berüchtigten Khao San Road an.
Die Straße bzw. das Viertel gilt als Keimzelle des Rucksacktourismus in Bangkok und noch heute findet man dort nahezu alles, was (westliche) Touristen vermeintlich brauchen.
Wir waren auf der Suche nach einem günstigen Bus bzw. Transfertickets für unsere Weiterreise nach Sukhothai in ein paar Tagen. Allerdings entpuppte sich, unsere zuvor im Internet recherchierte Verbindung, als die günstigste.
Letztendlich ist es die Drosselgasse von Bangkok.
Im Anschluss durchstreiften wir die Gassen des Amulettmarktes, wo das Herz von moh aufging.
Buddha Figuren dürfen aus Respekt nicht ausgeführt werden, sonst wäre es wohl möglich sehr teuer geworden.
Die über den Hauptfluss der Stadt verkehrenden Wassertaxis sind unter Einheimischen ein ausgesprochen beliebtes und preiswertes Transportmittel mit dem man in Windeseile die Staus auf den Straßen umfahren kann. Touristen verirren sich dort kaum, weil das System aus unterschiedlichen, mit Flaggenfarben gekennzeichneten, Linien für Fremde nicht leicht verständlich ist.
Der Hauptgrund dürfen aber die unzähligen Straßenhändler und Verkaufsstände sein, die einem schon vor der Anlegestelle abfangen um einem hartnäckig Tickets für sehr viel teure Touristenbooten anzubieten.
Nachdem man die alle erfolgreich passiert hat, kommt die eigentliche Schwierigkeit: Wo gibt es nun die richtigen Fahrscheine?
Es dauerte eine Weile, bis wir das System verstanden und eine hilfsbereite Dame uns den unscheinbaren Verkaufsstand zeigte.
Dort entdeckten wir auch ein kleines Hinweisschild, welches jedoch von unzähligen auffälligen Werbeschildern für die teuren Touristentickets fast verdeckt wurde.
Noch einmal kurz das größte Lost Place von Bangkok mit der Linse geknipst. Ein leichtes Zeufzen von moh, der am liebsten sich dort austoben würde.
Der Rückweg zum Hotel führte uns über das geschäftige Einkaufsviertel mit ihren riesigen Shoppingcentern, modernen aber brutal hässlichen Hochbahnen und hoch über der Straßenebene verlaufenden Fußgängerwegen.
Eine völlig andere Welt, die durch eine Dauer-Berieselung mit Weihnachtsmusik (Last Christmas bei 33 Grad im Schatten!) und einem skurrilen Weihnachtsmarkt äußerst seltsam wirkt.
Die letzten Kilometer zum Hotel, legen wir wieder mit dem Boot zurück. Diesmal allerdings auf einen der Seiten-Kanäle, aufgrund derer die Stadt in früheren Zeiten auch den Titel Venedig des Ostens bezeichnet wurde.
Die meisten dieser Kanäle sind inzwischen verschwunden, wurden zugeschüttet um Bauland zu gewinnen.
Zwei Kanäle werden noch heute mit Linienboten befahren, was aber fast nur von Einheimischen als schnelle Abkürzung genutzt wird.
Hier wird der Fahrschein ganz einfach nach dem manchmal etwas abenteuerlichen Einsteigen bei einer Kassiererin gelöst, nachdem man es geschafft hat, während der oft rasanten und wackeligen Fahrt, das gewünschte Fahrziel zu verraten. Als Beleg bekommt man übrigens immer eine etwa briefmarkengroße bedruckte Quittung 😊
Nach einer dringend nötigen Entspannungpause am und im Pool der Dachterrasse, zog es uns nach Einbruch der Dunkelheit wieder in die Stadt um an einem der Kanäle ein unfassbar leckeres, aber auch authentisch-scharfes Thaicurry zu genießen.
