Heute zogen wir nochmal in die Stadt hinaus um nach einen passenden Orten für die Silvesterfeier ausschau zu halten.
Unser Ziel: Zusammen mit den Thais auf den Straßen der Stadt eine Himmelslaterne mit unseren Wünschen für das neue Jahr aufsteigen zu lassen.
Nach einer Internetrecherche begaben wir uns zum Osttor der Stadt.
Dort war man schon sichtlich auf die bevorstehenden Feierlichkeiten vorbereitet, etliche Fotospots und der kleine Platz am Stadttor wurden bereits fleißig genutzt.
INFO: Chiang Mai ist eine im 13. Jahrhundert gründete ehemalige Hauptstadt des damaligen Lan Na-Königreichs, das von einer nahezu perfekt quadratischen Stadtmauer und Wassergräben umgeben war. Der mittelalterliche Grundriss und die Wassergräben sind noch da, von der Stadtmauer sind nur noch ein paar Reste erhalten.
Eine für unsereins recht befremdliche Form der Fotounterhaltung bestand darin, daß eine Heerschar von Tauben zunächst mit Futter angelockt und dann durch Geschrei und Lärm vertrieben wird, was gleichzeitig als Fotokulisse genutzt wird.
Uns interessierte eher zwei intensiv rosa farbene Fotoboxen, deren Funktion uns zunächst verborgen blieb.
Durch etwas experimentieren fanden wir aber heraus, dass Selfies darin ein besonderes sanftes und schmeichelhaftes Licht und Aussehen verleihen.
Doch urteilt selbst:
Die eigentliche Zweckbestimmung der (zu dem Zeitpunkt noch unfertigen) Boxen haben wir erst später heraus gefunden.
Der weitere Weg führte entlang am einer Art Flaniermeile, bei der anhand kilometerlang verlegter Kabel und alle paar Meter angeschlossen Steckdosen auf dem Bürgersteig zu erahnen ist, dass sich dort später zahlreiche Stände aneinander reihen werden.
Mal abgesehen von der Frage nach maximal zulässigen Kabellängen / Verbrauchern und etwaigen Stolpergefahren (meinen Beruf muss ich hier vollkommen ausblenden) und dem generell ziemlich entspannten Umgang der Thais mit elektrischen Strom, wurde es mir aber dann doch etwas bange, wenn man sich die auf dem Gehweg verlegten Steckdosen genauer anschaute.
Die Gehwege werden in ganz Thailand grundsätzlich auch zum Parken, Halten und Überfahren genutzt, was in Verbindung mit der Steckdosenverlegung keine gute Kombination ist.
Wir haben keine Ahnung, wie das dann später funktionieren wird, sind uns aber sicher, dass es pragmatische Lösungen gibt 😊
Also konzentrierten wir uns lieber auf die Stadt und die vielen Einkaufsmöglichkeiten, die sich an den Straßen und den Märkten boten.
Auch hier, im weniger touristischen Bereich außerhalb der Altstadt wurden Souvenirs und Krimskrams in riesigen Mengen angeboten.
Erholung bot wie immer eine Einkehr in einer der unzähligen Tempel der Stadt, die es praktisch an jeder Straßenecke gibt (insgesamt ca. 300 Tempel in Chiang Mai), von denen jeder aber seinen eigene Charakter hat.
Dort wurde auf ganz unterschiedliche Weisen gespendet, gebetet und sich Glück für das neue Jahr "erkauft".
Natürlich kam unterwegs auch die Kulinarik nicht zu kurz.
Es gibt kaum ein Ort in der Stadt, wo man nichts zu Essen angeboten bekommt.
Auf diese Weise beschlossen wir auch den Abend.
Wir entdecken, dass das Gelände mancher Tempel vor allem Abends als Foodcourt genutzt wird und da es unter der Woche war, hielt sich der Andrang in Grenzen, so dass wir genüsslich und gemütlich uns an den vielen Ständen durchfuttern konnten.
Einzig ein Problem gibt es häufig an diesen Footcords:
Die Höhe der bereitgestellten Tische und Stühle ist nicht für Europäer bzw Touristen aus dem Westen ausgelegt, was nachfolgendes Bild schön verdeutlicht:
Doch es tut auch gut immer wieder zu erleben dass wir mit unseren westlichen "Werten" nicht überall das Maß der Dinge sind.
