Wir verbrachten nun die Nacht vom 04. auf dem 05. Januar mitten auf dem riesigen Chiao-Lan Stausee, der sich im dichten Regenwald befindet - Ohne Licht, ohne Strom und ohne Internet.
Die Übernachtung auf der extem dünnen und harten Unterlage in der Bambushütte war eine Herausforderung.
In Thailand sind Betten bzw. Matratzen generell sehr sehr hart, doch das übertraf alles bei Weitem 😊
Dem entsprechend spürten wir nach einer etwas unruhigen Nacht, am nächsten Morgen alle unsere Knochen.
Wir standen bereits um 6 Uhr morgens auf, da uns vor dem Frühstück eine Fahrt über den nebelverhangenen See mit Tierbeobachtung und ein besonderer Sonnenaufgang in Aussicht gestellt wurde.
Vorweg, es gab keinen Nebel, es gab auch keine Tiere zu sehen, nur im Dschungel zu hören. Auch der Sonnenaufgang wurde durch Wolken verdeckt.
Alles nicht schlimm.
Schlimm war, dass es den vor der Abfahrt versprochene Kaffee nicht gab. Wer Dirk kennt, weiß wie schlimm das ist.
Früh morgens, nach einer semi-entspannten Nacht auf ein schwankendes Boot zu steigen und durch die Gegend zu tuckern.
Moh fing die Stimmung ungefähr so ein:
Trotz allem eine Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft, vor allem dicht bewaldete Hügel, die aus dem wirklichen smaragdgrünen Wasser ragten.
Sehr eindrucksvoll.
Die Stimmung unter den andern Teilnehmern war irgendwie auch schon ausgelassener.
Zum Frühstück gab es Pfannkuchen und Bananen 😊
Dann hieß es aber schon schnell alles zusammen packen und zurück aufs Boot, welches uns in einer gut 1,5 stündigen Fahrt wieder zurück zum Ausgangspunkt brachte.
Erneut glitt an uns die atemberaubende Landschaft vorbei.
Unterwegs hielten wir noch an einer Höhle an, auf deren Besuch Dirk aber verzichtete.
Der Besuch dieser Höhle gehörte wie die Wasserfallwanderung ebenfalls zum Hauptprogramm dieses Ausfluges.
Auch hier war der Charm einer Massendurchschleußung deutlich zu spüren.
Die Höhle bestand aus knapp 50-70 m Rundweg. Man musste über zwei kleine Bretter balancieren und kam an einer Engstelle vorbei. Im Grunde wäre man in 3-5 min durch. Wären nicht gefühlte 50 Personen vor einem.
Ich kann mir vorstellen, dass die mal interessant war, bevor alles abgegriffen und zertrampelt wurde.
Ich bin sehr froh andere Höhlen auf unserer Reise kennengelernt zu haben.
Derweil genoss Dirk die Aussicht von draußen und das muntere Treiben der mit Booten angekarrten Besuchergruppen.
Auf der Weiterfahrt passieren wir noch eine weitere Hauptattraktion, drei dicht beieinanderstehende Felsnadeln, die gern fotografiert auf allen Titelbildern und Webseiten des Nationalparks zu sehen sind.
In real nicht besonders beeindruckend 😊
Kurz vor Erreichen hellte sich übrigens die Stimmung bei unseren jungen Mitreisenden schlagartig auf.
Das Pingen zahlreicher Telefone, kündigte das Ende der Offline-Zeit an, endlich wieder mobiles Internet 😅
Wir schossen noch das ein oder andere Selfie.
Am Staudamm wurde uns noch ein "Mittagessen" serviert, bevor dann die Besucher in verschiedene Weiterreise-Gruppen eingeteilt und zu ihren Wunschzielen gebracht wurden.
Wie immer bestens organisiert, schließlich ging es darum in Kürze mit neuen Besuchern das gleiche Programm durchzuziehen.
Unser Weg führte zurück nach Khao Sok Town, wo wir den Rest des Tages mit Planschen im Fluss und Affenbeobachtung verbrachten.
Der Abend schloss mit einem altbekannten Ritual.
Lecker Thai Essen und in einer entspannten Bar mit ein paar Cocktails das Ende eines weiteren Reiseabschnitts begießen.
